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19. Februar 2012 Bitte vormerken

Abschlussveranstaltung zum dreijährigen Modellprojekt zur Entmedikamentisierung von Psychopharmaka bei Bewohnern des Regenbogenhauses, Magdeburg »Ich will mich«

Am 25. April 2012 findet von 10:00 bis ca. 15:30 Uhr im Kulturzentrum »Moritzhof« Magdeburg, Am Moritzplatz 1 unsere Fachveranstaltung statt. Es werden aus verschiedenen Blickwinkeln professionelle Erfahrungen der Modelllaufzeit geschildert und ein Bericht zur wissenschaftlichen Begleitforschung veröffentlicht. Wir freuen uns über Ihr Interesse.

Die Einladungen werden Mitte März verschickt. − Mundpropaganda erwünscht!

11. Februar 2012 Fallkonferenz

Das Projekt „Ich will mich“ wird von Vertretern verschiedener Fachrichtungen begleitet. Ziel dabei ist es, Entwicklungen und Veränderungsprozesse innerhalb des Projektes aus verschiedenen Blickwinkeln, mit der jeweiligen fachlichen Kompetenz einzuschätzen und ganzheitlich bewerten zu können. Dass durch dieses interdisziplinäre Netzwerk auch Handlungswege in Krisenfällen erschlossen werden können, zeigte sich Ende November 2011 bei einer interdisziplinären Fallkonferenz zum Thema Angelika.

In dieser Beratung wurden von behandelnden und beratenden Fachärzten der Psychiatrie/Neurologie, dem Vertreter der wissenschaftlichen Begleitung von der UNI Halle, einer Psychologin und dem pädagogischen Team, Verhaltensbilder analysiert. Jede Profession hatte die Möglichkeit ihre Einschätzungen zu formulieren. Psychologische, medizinische und pädagogische Prozesse und Sichtweisen konnten auf direktem Weg kommuniziert werden. Nachfragen, Einschätzungen und evtl. Korrekturen im Verlauf der Krankheit von Angelika wurden in einer sehr offenen Begegnung formuliert. Gerade das heutzutage häufig zu kurz kommende Patientengespräch, wenn es um psychiatrische Störungsbilder geht, konnte stellvertretend aber mit Zustimmung von Angelika geführt werden. Anhand von Videosequenzen wurden Verhaltensweisen, Wünsche und Äußerungen zum eigenen Erleben von Angelika veranschaulicht und erfassbar gemacht. Unmittelbar vor der Konferenz suchten der behandelnde und der beratenden Arzt Angelika in ihrer Wohnung auf, um sie auch direkt zu Wort kommen zu lassen, soweit dies im Moment möglich war.

Ebenfalls im Mittelpunkt der Konferenz standen Ängste und Unsicherheiten der Mitarbeiter, welche seit knapp zwei Jahren den oft schwierigen und schwer nachvollziehbaren Verlauf der psychischen Erkrankung begleiten. Alle bestehenden Fragen zu Wirkungen von Medikamenten, psychologischen Mustern und pädagogischem Handeln konnten in der zweistündigen Konferenz besprochen werden. Am Ende der interdisziplinären Fallkonferenz wurden die Ergebnisse zusammengetragen, eine vermutete medizinische Diagnose gestellt und Handlungsmuster zur täglichen Assistenz dargelegt. Die weiteren Schritte wurden verabredet und Verantwortlichkeiten festgelegt. Das pädagogische Team des Wohnbereiches bedankt sich für die Möglichkeit zu dieser Fallkonferenz.

01. Februar 2012 ICH WILL MICH im Magdeburger Lokalfernsehen

Die erste Klangwelle in Magdeburg brachte auch die hiesige Fernsehlandschaft in die Gefilde des Regenbogenhauses. So erstellte der Magdeburger Fernsehsender MDF.1 einen Beitrag zur neuen Klangwelle, welchen Sie unter folgendem Link finden:

http://www.mdf1.de/news/31Januar-1103.html

31. Januar 2012 Im Regenbogenhaus steht Magdeburgs erste Klangwelle

Nur durch Spenden möglich

Töne ganz neu spüren – das können die Bewohner des Regenbogenhauses Magdeburg seit heute. In dem Wohnheim für Menschen mit geistigen Behinderungen steht eine Klangwelle. Für dieses bisher einmalige Angebot in Sachsen-Anhalt wurde im Haus der Musiktherapieraum neu eingerichtet. „Musiktherapie hat bei uns Tradition. Gerade für unsere Bewohner, deren Sinneswahrnehmungen beeinträchtigt sind, ist diese Therapie von großem Erfolg. Wir haben die Erfahrung, dass Unruhe, Aggressivität oder auch Apathie damit positiv beeinflusst werden Können“, erklärt Gerhard Ackermann, Leiter des Regenbogenhauses. Bisher gab es das Angebot der Klangmassage nach Hess mit Klangschalen in einer kleinen Variante, was mit sehr gutem Erfolgen angewendet wurde.

Die Musiktherapeuten wünschten sich eine Erweiterung der Klangschalenmassage, aber besonders groß war der Wunsch nach einer Klangwelle. Sie wissen, dass damit bei regelmäßiger Anwendung ein noch besserer Effekt bei Menschen mit geistiger Behinderung möglich ist. Nun ist eine Klangwelle Dank großzügiger Spenden angeschafft worden. „Diese ermöglicht ganz neue therapeutische methodische Ansätze“, freut sich der Musiktherapeut Carlos Martinez. Die neue Klangwelle verbindet zwei Musikinstrumente, die sich durch ihre unmittelbare Wirkung auf dem menschlichen Organismus gegenzeichnen: das Monochord und die Schlitztrommel.

Beim Monochord (mono=eins, chord=Saite) entsteht ein sphärischer Klangteppich. Die 40 gleichklingenden Saiten bringen die Liegefläche zum Schwingen. Es bilden sich Schwebungen der Obertöne, die als „singende Töne“ wahrgenommen werden. Der Ton wirkt beruhigend für Geist und Körper und das Obertonspiel regt die Wahrnehmung an. Diese einfache und wirksame Anwendung von Klang lässt sich gut im Alltag des Regenbogenhauses integrieren. Die Klangerfahrung hat einen klar strukturierten Rahmen und gibt den Bewohnern die Möglichkeit, gezielt und nach Bedarf Spannungen abzubauen. „Das ist vor allem für unsere Ich will mich – Projektteilnehmer eine wichtige, zusätzliche Therapie“, erklärt Gerhard Ackermann. Bei „Ich will mich“-Projektteilnehmern werden unter medizinischer Kontrolle Psychopharmaka reduziert. Stattdessen soll durch alternative verhaltenstherapeutisch orientierte Methoden auf die Stimmungen, Bedürfnisse und Wünsche der Bewohner eingegangen werden.

Die Anschaffung der Klangwelle und die Erweiterung der Klangmassage wurden nur durch finanzielle Unterstützung von Spendern möglich. So spendete die Siemens AG, Niederlassung Magdeburg 3.000 Euro und aus der Aktion „Volksstimme Leser helfen“ kamen 5.300 Euro zusammen. „Dafür sagen wir von ganzem Herzen Danke! Ohne die großartige Unterstützung der Leser und Firmen hätten wir uns diese Klangwelle sowie Erweiterung der Klangmassage nicht leisten können“, so Ackermann weiter.

19. Januar 2012 Hochhauslauf ist „Ich will mich“ gewidmet

Stolz auf das Erreichte: Das Regenbogenhaus startete mit einem 9-köpfigen Team (7 Bewohner und zwei Mitarbeiter, links: Gerhard Ackermann).

Regenbogenhaus-Team eröffnete den Lauf

Der 14. Magdeburger Uni-Hochhauslauf steht dieses Jahr ganz im Zeichen von „Ich will mich“. Die Veranstalter, das Sportzentrum der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg, unterstützen jährlich ein soziales Projekt und haben sich 2012 für das Regenbogenhaus entschieden. Alle Einnahmen und Sponsorengelder werden in das Projekt fließen.

Und weil die Einrichtung für Menschen mit Behinderung auch sehr sportlich ist, ist mit sieben Bewohnern und zwei Mitarbeitern an den Start gegangen, um die die 232 Stufen zu erklimmen. Gerhard Ackermann, Leiter des Regenbogenhauses, eröffnete den Lauf und war somit als erster im Ziel – in der 15. Etage.
„Das war eine große Ehre für uns, dass wir den Lauf eröffnen durften. Die Bewohner sind sehr stolz darauf. Und wir freuen uns natürlich über die Unterstützung für unser Projekt“, so Einrichtungsleiter Gerhard Ackermann.

18. Januar 2012 Kalender-Aktion für den guten Zweck

Petra Isenhuth, Inhaberin der Ost-Apotheke (li.), übergab 600 Euro an Regenbogehaus-Leiter Gerhard Ackermann (re.) und Wohnbeiratsmitglied Elvira Seyfried.

Petra Isenhuth, Inhaberin der Ost-Apotheke (li.), übergab 600 Euro an Regenbogehaus-Leiter Gerhard Ackermann (re.) und Wohnbeiratsmitglied Elvira Seyfried.

Ost-Apotheke spendete 600 Euro für „Ich will mich“

Die Ost-Apotheke an der Berliner Chaussee in Magdeburg gehört seit Jahren zu den Unterstützern des Projektes „Ich will mich“. Bereits zum 3. Mal haben Inhaberin Petra Isenhuth und ihre Mitarbeiter in der Vorweihnachtszeit im Rahmen einer Kalender-Aktion um Spenden für das Projekt geworben. Die Kunden bekamen einen Kalender für 2012 und wurden um einen Obolus gebeten. „Viele kennen ’Ich will mich‘ inzwischen, so dass sie gern gespendet haben“, erklärte Petra Isenhuth.
Zusammengekommen sind 600 Euro, die heute im Rahmen der Wohnbeiratswahl im Regenbogenhaus übergeben wurden. Einrichtungsleiter Gerhard Ackermann bedankte sich herzlich. „Wir sind sehr stolz, Petra Isenhuth und Team als Parnter an unserer Seite zu wissen.“
Das Geld wird für die Fortführung von „Ich will mich“ nach Ende der Projektlaufzeit im Mai 2012 verwendet (u.a. spezielle Angebote wie Gesprächstherapie und Sport).

17. Januar 2012 IWM auf der Meile der Demokratie

Auch wir protestierten gegen den Aufmarsch von Neonazis und nahmen an der diesjährigen Magdeburger Meile der Demokratie teil
… weil wir wissen, welches Gedankengut die Nazis bis 1945 gegenüber behinderten Menschen vertraten und wie gefährlich es ist, zu vergessen!

Die Neonazis trauern um die Opfer der Bombenangriffe von 1945, verleugnen aber die Verbrechen des Naziregimes, zum Beispiel gegenüber psychisch kranken und geistig behinderten Menschen – Dagegen müssen wir protestieren und Farbe bekennen: Mit unserer Teilnahme und mit der Präsentation unserer Arbeit mit behinderten Menschen – jedes Jahr, solange bis es juristisch durchgesetzt ist, solche Aufmärsche zu verbieten.

Gut zu wissen, dass es jedes Jahr mehr Magdeburger auf die Meile der Demokratie zieht – Unsere Gespräche mit Magdeburgern am Sonnabend zeigten, wie unterschiedlich das Thema Entmedikamentisierung von Psychopharmaka bei geistig behinderten Menschen diskutiert wird – diese Rückmeldungen sind für uns wichtig. Das ist gelebte Demokratie: Kontroverse auszutragen und fair unterschiedliche Meinungen und Überzeugungen auszuhalten! Wir erhielten übrigens auch viel Ermutigung und Anerkennung für unser Projekt. Wir danken allen Interessierten für ihre Offenheit an unserem Stand.

10. Januar 2012 Apothekerin als Weihnachtsmann

Petra Isenhuth, Inhaberin der Ost-Apotheke und engagierte Unterstützerin des Projektes „Ich will mich“ sorgte im Regenbogenhaus für eine ganz besondere Weihnachtsüberraschung. Am Heilig Abend bescherte sie samt Weihnachtsmann die Bewohner des Hauses. Natürlich gab es auch Stollen und Tee und als Überraschung einen riesigen Weihnachtsstern, der auch zum nächsten Weihnachtsfest im Haus für festliche Stimmung sorgen wird.

Zudem hatte Petra Isenhuth noch eine ganz tolle Neuigkeit mitgebracht: Bei der jährlichen Kalender-Aktion haben die Apothekerin und ihr Team ihre Kunden wieder um Spenden gebeten. Dabei kam der stolze Betrag von 600 Euro zusammen, den Petra Isenhuth dem Projekt spenden wird. „Das ist nicht nur klasse, sondern eine Geste der  Wertschätzung von Menschen mit Behinderung
sowie Respekt und Anerkennung der Arbeit unseres Teams im Regenbogenhaus“, erklärt Einrichtungsleiter Gerhard Ackermann und bedankt sich im Namen des ganzen Teams.

05. Januar 2012 350 Euro für „Ich will mich“

Freunde spenden für Freunde

Bereits im letzten Jahr, am Tag der Landtagswahlen, hatten Franka Simon und Mann ihren ersten Kontakt zum Regenbogenhaus. Als sie dort zur Stimmabgabe waren, fielen ihnen die vielen kreativen Arbeiten der Bewohner ins Auge. Sofort waren beide begeistert, erwarben Bilder und auch Keramik. Sie erzählten ihren Freunden davon und verschickten die handgemachte Keramik sogar an Bekannte nach Kanada. Auch zur Vernissage der „Kunstbanausen“ fehlte das Paar nicht. Und weil sie auch vom Projekt „Ich will mich“ überzeugt sind, nutzen sie ihre alljährliche Sommerparty, um dafür zu werben. Ihre Gäste spendeten gern – und den Erlös in Höhe von 350 Euro übergaben die beiden Kunstinteressierten kürzlich an Regenbogenhaus-Leiter Gerhard Ackermann. „Inzwischen sind die beiden zu Freunden unseres Hauses geworden. Das freut uns sehr“, so Ackermann.

21. Dezember 2011 Frohe und besinnliche Weihnacht wünschen wir Ihnen

Das Regenbogenhaus unterstützt und fördert jeden einzelnen Bewohner darin, sein Leben so zu leben, wie er es möchte. Da treffen über das Jahr auf einem Wohnbereich viele Wünsche und Interessen aufeinander, viele Lebenseinstellungen fordern ihren Platz. Das ist nicht immer einfach und manchmal auch laut, aber an Weihnachten finden sich dann alle wieder, rücken zusammen, ob beim gemeinsamen Singen, beim Plätzchen backen und beim Basteln und Anbringen der Weihnachtsdekoration. Weihnachtszeit ist im Regenbogenhaus auch immer die Zeit der Gemeinsamkeit, denn so unterschiedlich die Menschen auch sind, zu Weihnachten ist niemand gerne alleine.

Liebe Besucher unserer Homepage „Ich will mich“, wir stellen sehr gern fest, dass viele Gäste uns besuchen kommen, jedenfalls auf der Homepage.
An dieser Stelle wollen wir uns bei Ihnen recht herzlich bedanken für Ihr Interesse an unserem Projekt zur Entmedikamentisierung im Paritätischen Regenbogenhaus.

Wir wünschen allen besinnliche Weihnachtsfeiertage und angenehme Stunden im Kreise Ihrer Lieben. Möge das Jahr 2011 für alle Menschen dieser Erde friedlich beendet werden können, um auch das neue Jahr 2012 gut starten zu können.
Für das Neue Jahr wünschen wir allen alles Gute, Gesundheit und Wohlergehen.
Wir, das sind die Bewohner/innen sowie Mitarbeiter/innen aus dem Regenbogenhaus Magdeburg.

Bis bald und besuchen Sie uns immer wieder hier im Internet oder auch vor Ort, wir freuen uns auf Sie!

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