Hier klicken und ONLINE SPENDEN

Archiv für die Kategorie ‘Fachtagung 2010’

12. September 2010 Bärbel auf dem Weg zur Selbstständigkeit

Bärbel, die auf der IWM-Fachtagung stolz von ihren Zukunftsplänen berichtete, verfolgt weiterhin ihr großes Ziel in die Außenwohngruppe umzuziehen und einen festen Arbeitsplatz zu bekommen. Zu diesem Zweck bewohnt sie im Regenbogenhaus ein Trainingszimmer, in dem sie durch die Unterstützung des Betreuerteams große Fortschritte in Richtung Selbstständigkeit macht. Für Bärbel ist ihre Teilnahme am IWM-Projekt ein großer Bestandteil dieser Entwicklung, denn Selbständigkeit bedeutet für sie auch ohne die Unterstützung von Tabletten auszukommen.

16. Juni 2010 Fachbeiträge jetzt downloaden

Nachträglich und wie angekündigt stellen wir mit heutigem Datum die Fachbeiträge der Referenten zum Download bereit. Diese sprachen im Zuge der 1. Fachtagung zum Modellprojekt „ICH WILL MICH“ am 11. Mai 2010 vor ca. 100 Zuhörern in der Fachhochschule Magdeburg / Stendal und stellten uns freundlicherweise Ihre Ausarbeitungen zur Verfügung.

»Von der Idee bis zum Projekt«
Gerhard Ackermann, Leiter des Regenbogenhauses
http://ichwillmich.de/files/rede_ackermann_modellprojekt.pdf
Dateiformat und -größe: [PDF-Datei] 47,1 KB

»Hintergründe aus der medizinischen Perspektive«
Dr. Torsten Freitag, FA für Psychiatrie
http://ichwillmich.de/files/vortrag_t_freitag_text_11-05-2010.pdf
Dateiformat und -größe: [PDF-Datei] 69,6 KB

»Zwischenergebnisse der wissenschaftlichen Begleitung«
Dr. Vico Leuchte, MLU Halle-Wittenberg
http://ichwillmich.de/files/vortrag_leuchte_11-05-10.pdf
Dateiformat und -größe: [PDF-Datei] 132,9 KB

»Das Team im Regenbogenhaus und das Modellprojekt«
Florian Steitzer, Teamleiter im RBH
http://ichwillmich.de/files/iwm_vortrag_florian_steitzer.ppt
Dateiformat und -größe: [Powerpoint .PPT-Datei] 3,4 MB

08. Juni 2010 Bärbel kann arbeiten gehen

Bärbel erzählte auf der Fachveranstaltung im Mai über ihr neues Leben mit derzeit viel weniger Psychopharmaka. Sie berichtete auch, sich auf einen neuen Lebensabschnitt, die Aufnahme einer Arbeit in einer Werkstatt für Menschen mit Behinderung, hin zu bewegen. Nun ist es soweit, seit dem 1. Juni 2010 arbeitet Bärbel in einem Praktikum. Sie möchte herausfinden, ob es ihr gelingt, einen 8-Stunden-Arbeitstag zu bewältigen. Bereits nach wenigen Tage mache ihr die Tätigkeit viel Spaß, erzählte sie gestern. „Ich lerne neue Menschen kennen, ich schaffe meine Arbeit gut und hoffe, dass ich die vier Wochen Praktikum schaffe.“

14. Mai 2010 ICH WILL MICH im TV

http://www.mdf1.de/news/11Mai-664.html

Der Magdeburger Fernsehsender MDF.1 strahlte am 11. Mai 2010 einen Videobeitrag rund um das Projekt „ICH WILL MICH“ aus. Ab Minute 1:25 ist der Beitrag zu sehen.

14. Mai 2010 Ein Jahr „Ich will mich“: Bilanz und Dialog

Fast 100 Teilnehmer aus ganz Deutschland traten am 11. Mai 2010 in der Magdeburger Hochschule in einen fachübergreifenden Dialog. „Ich will mich“ – das deutschlandweit einmalige Projekt zur Entmedikamentisierung von Menschen mit geistiger Behinderung kann auf ein erfolgreiches Jahr zurückblicken. Die bisherigen Ergebnisse sollen auch anderen Trägern Mut machen, sich mit diesem diffizil diskutierten Thema zu beschäftigen, sagte Birgit Reinhardt, Geschäftsführerin des Paritätischen Sozialwerkes Behindertenhilfe.

Ein Ziel ist, dass Menschen mit Behinderungen selbstbestimmt in jeden Tag ihres Lebens gehen können, ohne die meist dämpfende Wirkung von Medikamenten. Ein weiteres ist der bewusste und kontrollierte Umgang mit Tabletten – nach dem Motto „so viel und so lange wie möglich, so wenig und so kurz wie nötig“. Dass eine geistige Behinderung KEINE Krankheit ist, die mit Medikamenten behandelt werden kann, unterstrich Dr. Torsten Freitag, Facharzt für Psychiatrie in seinem Vortrag. Dennoch kommen psychische Störungen und Verhaltensauffälligkeiten bei geistig behinderten Menschen häufiger vor, erklärte er. Sie führen aber oft zu „innerer Leere“, schränken kognitive Fähigkeiten weiter ein, die Menschen fühlen sich wie in Watte gepackt, das Leben läuft an ihnen vorbei.

„Es geht hier nicht um Medikamentenfreiheit um jeden Preis, sondern darum, individuell zu erforschen, wie und wann es den Menschen besser gehen kann – sie sich selbst sein können“, unterstrich Freitag.

Die von Vico Leuchte, wissenschaftlicher Mitarbeiter der MLU Halle-Wittenberg, vorgestellten Zwischenergebnissen sprechen dennoch für sich: Zwölf Teilnehmer sind bisher im Projekt, sechs davon bereits medikamentenfrei. Darunter Ilona. Sie ist inzwischen aus dem Regenbogenhaus ausgezogen, lebt in einer Außenwohngruppe, wird noch stundenweise betreut und geht arbeiten. Auch bei Bärbel und Rüdiger sind die Ergebnisse mehr als ermutigend. Während Rüdiger früher mit ernster Miene durchs Haus schlich, ist er heute freundlich, offen, spricht mit Bewohnern und Betreuern, geht viel spazieren.

Das auf drei Jahre angelegte Modellprojekt kann bereits nach dem ersten Jahr mit Stolz vermelden: Es hat sich gelohnt!

STARTSEITE | SEITENÜBERSICHT | GLOSSAR | IMPRESSUM | DATENSCHUTZ | HILFE | nach oben